Baar, Bahnhofplatz

Baar ist ein Knotenpunkt des öffentlichen Verkehrs. Am Bahnhofsplatz treffen sich ein halbes Dutzend Buslinien mit der, ab Ende 2004 auf die im Viertelstundentakt ausgebauten, Stadtbahn Zug. Vor dem Umbau wurde der Bahnhofsplatz vornehmlich als breite Strasse wahrgenommen. Die heutige Gestaltung schafft einen grosszügigen Platz und ermöglicht ein gemächliches Miteinander zwischen dem Fussverkehr, Autos und Bussen.

Bauphase / Planung

1997: Grundlage für die Umgestaltung des Bahnhofplatzes bildet ein unter fünf Landschaftsarchitekten durchgeführter Studienauftrag.
Januar 2000: Der Baukredit wird an der Gemeindeversammlung genehmigt.
Dezember 2000: Der Busterminal wird eingeweiht.

Kommentar seitens Fussverkehr Schweiz

Der Bahnhofsplatz wird als einheitliche Fläche von Fassade zu Fassade in einer Ebene als Platz ausgebildet. Grossflächige Ortbetonplatten verleihen dem Platz Grosszügigkeit und bewähren sich bei hohen Belastungen durch den Busverkehr. Eine hohe Lichtsäule, ein Wasserspiel und eingestreute Bäume mit Sitzelementen schaffen vor dem Coop einen vor dem Fahrverkehr geschützten Aufenthaltsbereich. Die Konflikte zwischen den Verkehrsteilnehmern werden bewusst in Kauf genommen: Fussgängerinnen, Velofahrer, der Auto- und Busverkehr muss sich auf der offenen Platzfläche verständigen – fest zugeteilte Verkehrsflächen gibt es nicht mehr.